Blauflügelenten
Anas discors
Blauflügelenten werden aus vielen verschiedenen Gründen gezüchtet. Vogelzüchter halten sie in gemischten Sammlungen, und manche halten sie einfach nur wegen ihrer Schönheit.
Während der Brutzeit hat das Männchen der Blauflügelente eine leuchtend weiße Sichel um die Augen, einen Kopf, der manchmal als stahlblau, manchmal als violettblau beschrieben wird, und einen überwiegend gelbbraunen Körper mit dunkelbraunen Flecken. Die Flügel haben einen grünen Spiegel und einen hellblauen Schulterfleck, der im Flug sichtbar ist. Männchen haben einen dunkelblau-schwarzen Schnabel und gelbe Beine.
Das Weibchen ist weniger auffällig gefärbt und ähnelt stark der Zimtente. Ihr Schnabel ist heller graublau und ihre Beine gelb. Weibchen haben ebenfalls einen hellblauen Flügelfleck, sind ansonsten aber braun und gelbbraun gemustert.
Verbreitung: Je nach Informationsquelle und Recherchejahr sind Blauflügelenten in den USA die zweit- oder dritthäufigste Entenart in freier Wildbahn. Sie sind weit wandernd und ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nordkanada bis in den Norden Südamerikas.
Lebensraum: Blauflügelenten bevorzugen Gebiete mit reichlich Süßwasserquellen – Teiche, Seen, Lagunen und sogar Sümpfe. Die zentralen Graslandschaften Nordamerikas sind ihre bevorzugten Brutgebiete. Sie ziehen weiter südlich und früher als jede andere Ente in den Winter.
Status in der Wildnis: Die Population der Blauflügelenten ist groß und stabil.
Status in der Vogelzucht: Bei so vielen Blauflügelenten in freier Wildbahn ist es keine Überraschung, dass sie auch in der Vogelzucht relativ häufig vorkommen.
Brut und Brutzeit: Blauflügelenten gehören zwar zu den ersten Vögeln, die im Frühjahr aufbrechen, nisten aber erst spät in der Saison, meist im April und Mai. Sie bilden oft Paare, bevor sie die Winterquartiere verlassen, manchmal auch schon auf dem Weg zu den Brutgebieten. Hennen legen durchschnittlich 10 bis 12 Eier pro Gelege und brüten diese 21 bis 27 Tage lang aus.
Lebensdauer: Wie bei den meisten Vögeln in freier Wildbahn ist es ungewöhnlich, dass Blauflügelenten länger als ein paar Jahre überleben. In Gefangenschaft – oder mit viel Glück in freier Wildbahn – können sie jedoch bis zu 17 Jahre alt werden.
Gewicht im ausgewachsenen Zustand: Blauflügelenten sind kleiner als viele andere Entenarten. Beide Geschlechter der Blauflügelente wiegen zwischen 225 und 550 Gramm.
Haltungsanforderungen: In Gefangenschaft benötigen diese Enten einen sicheren Stall. Sie sind Wandervögel und fliegen weg, wenn sie können. Außerdem benötigen sie im Winter frisches Wasser und Wärme.
Ernährung: Gründelenten, einschließlich der Blauflügelente, tauchen nicht – oder zumindest nicht oft – auf Nahrungssuche. Sie ernähren sich stattdessen von Insekten und Pflanzenteilen aus dem seichten Wasser. Blauflügelenten sind Gründelenten und suchen meist in der Abenddämmerung nach Nahrung.
Sonstiges: Erpel verlieren außerhalb der Brutzeit ihre charakteristische weiße Sichel. Aufgrund ihres Migrationsverhaltens sind Blauflügelenten vor Beginn der Entenjagdsaison in vielen Gebieten der USA verschwunden.