Kappensäger
Lophodytes cucullatus
Kappensäger sind die kleinsten und zugleich auffälligsten Vertreter der sechs Sägerarten. Die Sägergruppe ist eine Untergruppe der Entenfamilie, die manchmal auch als Sägeschnäbel bezeichnet wird. Sägeschnäbel haben schmale, gezähnte Schnäbel.
Männliche Kappensäger sind an ihrem kompakten Körper und dem großen Kopfkamm unverkennbar. Im Prachtkleid hat das Männchen abgegrenzte Farbflecken. Sie beginnen mit olivbraunen Seiten und einem schwarzen Rücken mit strahlend weißen Streifen. Er hat außerdem eine weiße Brust mit dicken schwarzen Bändern auf beiden Seiten. Sein Kopf ist schwarz mit leuchtend gelben Augen und wird von einem riesigen Kamm unterbrochen, der weiß mit schwarzem Rand ist. Auch wenn er sich nicht balzt, ist der Kamm sichtbar und attraktiv. Der weibliche Kappensäger ist von eintönigerer Farbe, hat aber ebenfalls einen großen Kamm in einem eher fransigen, rostfarbenen Farbton.
Verbreitung: Kappensäger sind in den meisten Teilen der USA zu finden und sind die einzigen Säger, deren Verbreitungsgebiet auf Nordamerika beschränkt ist. Es gibt zwei Hauptpopulationen des Kappensägers – eine östliche und eine westliche. Kappensäger sind Zugvögel und können in den Wintermonaten bis in die Everglades im Süden gesichtet werden.
Lebensraum: Kappensäger bewohnen meist bewaldete, kleine Süßwasserteiche, Seen und Feuchtgebiete. Sie bevorzugen langsam fließendes Wasser mit viel Vegetation. Während der Migration sind sie in offeneren Gewässern und sogar in Brack- und Salzwasser anzutreffen.
Status in der Wildnis: Obwohl die Population der Kappensäger einst stark zurückging, nimmt sie nun wieder zu. Dies ist auf die Bereitschaft dieser Enten zurückzuführen, die künstlichen Nistkästen für Brautenten zu nutzen, sowie auf andere Initiativen zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten.
Status in der Vogelzucht: Der Kappensäger ist in Zoos und großen Vogelsammlungen beliebt.
Fortpflanzung: Einjährige weibliche Kappensäger beginnen mit der Suche nach Nistplätzen, beginnen jedoch normalerweise erst im zweiten Jahr mit der Fortpflanzung. Nach einer aufwendigen Balz der Männchen bilden Kappensäger Paare. Die Nester befinden sich normalerweise in Höhlen wie alten Spechthöhlen in 3 bis 6 Metern Höhe in Bäumen, es können aber auch Nistkästen genutzt werden. Das Weibchen legt 6 bis 18 weiße Eier und brütet sie 26 bis 41 Tage lang aus, im Durchschnitt 33 Tage. Innerhalb der ersten ein bis zwei Tage nach dem Schlüpfen springen die jungen Kappensäger auf den Boden und gehen ins Wasser. Sie sind ziemlich selbstständig, obwohl das Weibchen sie etwa 2 bis 3 Wochen lang bewacht.
Lebensdauer: Kappensäger können über 6 Jahre alt werden, bei guter Haltung ist jedoch auch ein höheres Alter möglich.
Größe: Dies sind die kleinsten der in Nordamerika heimischen Gänsesäger. Sie wiegen im ausgewachsenen Zustand 1,5 Pfund und sind 16–19 Zoll lang.
Haltungsansprüche: Kappensäger sind Taucher und wendige Schwimmer. Sie benötigen eine ausreichend große und abwechslungsreiche Wasserquelle. Da die Beine der Kappensäger weit hinten am Körper sitzen, sind diese Vögel beim Laufen an Land unbeholfen.
Ernährung: Der gezähnte Schnabel des Kappensägers ist zum Fangen glitschiger Fische und zum Knacken von Unterwasserinsekten und Krebstieren geeignet. Kappensäger haben eine abwechslungsreiche wilde Ernährung, die aus kleinen Fischen, Krebstieren, Krebsen und einer großen Anzahl von Wasserinsekten besteht, insbesondere bei Jungvögeln.
Sonstige Hinweise: Der männliche Kappensäger erzeugt während der Paarungszeit und Balz eine beeindruckende Sammlung von Lauten. Die meisten seiner Laute sind froschähnliche, rollende Quaklaute, die durch Knallen unterstrichen werden.