Der Wanderfalke kann bis zu 323 Kilometer pro Stunde schnell tauchen, um Beute im Flug mit seinen ausgestreckten Krallen zu erbeuten. Wanderfalken jagen meist entweder schnell oder im Sturzflug. Stare und Tauben gehören zu ihren Lieblingsspeisen.
Der Wanderfalke ist ein weit verbreiteter Greifvogel (eine Gruppe von Jagdvögeln, zu der unter anderem Habichte und Adler gehören). Er ist ein anpassungsfähiger Falke, der in fast jedem Lebensraum zu finden ist. Wanderfalken leben von der kalten Tundra bis zu heißen Wüsten, vom Meeresspiegel bis hoch in die Berge. Ihre Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen sogar, in Städten zu gedeihen. Einige Wanderfalken ziehen im Winter von ihren Nistplätzen in der Arktis bis nach Südamerika – eine Entfernung von bis zu 24.945 Kilometern (hin und zurück).
Wanderfalken bauen keine Nester. Sie suchen sich meist eine flache Vertiefung in einem Felsen, kratzen eine Bodenmulde an einem Felsvorsprung oder nutzen sogar den Rand eines Gebäudes. Wanderfalkenweibchen legen zwei bis vier Eier gleichzeitig. Wanderfalkenküken bleiben bis zu sechs Wochen im Nest und haben bis dahin das Fliegen gelernt.


